Von Arnheim durch das Rheindelta an die Nordsee
In den Niederlanden erlebt der Rhein eine prägende Veränderung. In seinem Delta werden aus einem Strom mehrere große Flüsse
Radfahrer können hier die zahlreichen Facetten der unterschiedlichsten Gewässer kennenlernen – unter anderem die Waal, eine der meistbefahrenen Binnenwasserstraßen Europas, oder den „Kromme Rijn“, einen alten Rheinabschnitt an dem zahlreiche mittelalterliche Schlösser liegen und der lange die nördliche Grenze des römischen Reiches bildete. Der Fluss Linge schlängelt sich dagegen durch die für ihren Obstbau bekannte Landschaft Betuwe. Im Naturpark Biesbosch, der durch eine Springflut entstand und an den typisch niederländischen Windmühlen nahe Kinderdijk kann man hautnah nachvollziehen, wie die Landgewinnung unterhalb des Meeresspiegels in den Niederlanden umgesetzt wurde. Im ganzen Rheindelta können Radfahrer die umgebende Natur genießen und dem Reiz der kleinen Hafenstädtchen erliegen. Bevor sich der Rhein nun endgültig seiner Mündung in der Nordsee nähert liegt noch die moderne Weltstadt Rotterdam auf dem Weg des Radfahrers. Hier findet eine wahrhaft europäische Radroute ihren pulsierenden Abschluss.
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160
km -
Höhe desEndpunktes
der EuroVelo-Route 15
am Strand der Nordsee -
1320 km
Länge der
EuroVelo-Route 15
Dünenlandschaft an der Nordsee
Dünenlandschaft an der Nordsee. Am Ende der EuroVelo-Route 15 wartet der kleine Badeort Hoek van Holland – heute ein Rotterdamer Stadtteil – auf müde Radfahrer. Die langen Strände bieten sich noch für einen Spaziergang an, auch die Dünen wollen entdeckt werden. Aber auch hier gibt es wieder einzigartige, schützenswerte Pflanzen, auf die Besucher achten sollten. Nun ist aber wirklich Zeit, die Füße hochzulegen und sich zu entspannen.
Luftwaffenmuseum Arnheim
Luftwaffenmuseum Arnheim. Im Luftwaffenmuseum Arnheim wird die Operation „Garden Market“ der alliierten Truppen während des zweiten Weltkriegs dargestellt. Am 17. September 1944 versuchten Tausende britische Fallschirmjäger von der Stadt Ede aus die Brücken über den Rhein und andere niederländische Flüsse unter ihre Kontrolle zu bringen. Damit wäre der Weg in das wirtschaftliche Herz des Dritten Reiches, das Ruhrgebiet, und darüber hinaus frei gewesen. Doch die Operation scheiterte. Die Alliierten erreichten die Brücke von Arnheim nicht und der Krieg verlängerte sich um Monate.
Rhenen
Rhenen. Rhenen ist bekannt für seine gotische, im 15. Jahrhundert erbaute Cunerakirche. Die Stadt wurde an den Ufern des Flusses Lek, einem der zahlreichen Nebenflüsse des Rheins stromabwärts von Arnheim erbaut.
Kromme Rijn
“Kromme Rijn”. Der Krumme Rhein ist ein ca. 27 Kilometer langer Nebenarm des Rheins, der bis ins Mittelalter hinein eine bedeutende Funktion als Wasserstraße hatte. Durch den Bau eines Dammes wurde seine Bedeutung geringer. Noch heute fließt der Kromme Rijn sacht vor sich hin durch eine von Burgen und privaten Anwesen geprägte Landschaft. Die EuroVelo-Route 15 überquert den Krummen Rhein bei Wijk.
Euromast und Spacetower Rotterdam
Euromast und Spacetower Rotterdam. Die Spitze fast in den Wolken ragt das höchste öffentlich zugängliche Gebäude der Niederlande mit 185 Metern in den Himmel. Besucher können dort oben das 360° Panorama und viele andere Attraktionen genießen. Adrenalinabhängige Zeitgenossen betätigen sich beim Bungee Jumping oder auf einer fast 100 km/h schnellen Seilrutsche. Für alle, denen Entspannung wichtiger ist als Nervenkitzel, empfiehlt sich ein Besuch des Panorama-Restaurants in 96 Metern Höhe.
Hafen Rotterdam
Hafen Rotterdam. Die zweitgrößte Stadt der Niederlande ist das wirtschaftliche Herz des Landes. An der Mündung von Rhein und Maas gelegen besitzt die Stadt eine strategische Stellung als Umschlagplatz für Güter aus dem Westen Deutschlands. Der größte Hafen Europas – und der viertgrößte der Welt – erstreckt sich über 28 Kilometer. Rotterdams „Europoort“ kann sogar von Supertankern mit ihrer Ladekapazität von 400.000 Tonnen Rohöl angelaufen werden. Dadurch wurde Rotterdam zu einem Zentrum der Ölindustrie und der Petrochemie.
Naturschutzgebiet "De Gelderse Poort"
Naturschutzgebiet "De Gelderse Poort". Zwischen den Städten Arnheim, Nimwegen und Emmerich liegt das Naturschutzgebiet "De Gelderse Poort" (das Tor zu Gelderland). Es gehört zu den schönsten Naturlandschaften der Niederlande und liegt am Ausgangspunkt des Rheindeltas.
Glasherstellung in Leerdam
Die an der Linge gelegene Stadt Leerdam wird von fruchtbaren Schwemmlandebenen umgeben. Sie ist seit dem 18. Jahrhundert das Zentrum der niederländischen Glasindustrie. Aus Deutschland eingewanderte Glasbläser legten den Grundstein für diesen Industriezweig, der heute weltbekannt ist unter dem Namen „Royal Leerdam“.
Windmühlen von Kinderdijk
Die Windmühlen von Kinderdijk. Seit dem 15. Jahrhundert prägen Windmühlen das Bild von Holland. Die 15 Kilometer östlich von Rotterdam gelegenen Windmühlen von Kinderdijk sind eines der beliebtesten touristischen Ziele des Landes. Die jahrhundertealten Wasserbauwerke, die zur Entwässerung des Landes, der Urbarmachung und dem Bau von Städten und Dörfern dienten, können hier bestaunt werden. Seedeiche, künstliche Wasserbecken, Pumpwerke und Verwaltungsgebäude machen zusammen mit den 19 restaurierten Windmühlen den besonderen Reiz von Kinderdijk aus, das seit 1997 zum UNESCO Welterbe gehört.
Gartenbauregion Betuwe
Die Gartenbauregion Betuwe. Zwischen den beiden Hauptflüssen des Rheindeltas, der Waal im Süden und dem Niederrhein im Norden, liegt die Region Betuwe. Sie ist für ihre Gärten bekannt, vor allem für ihre Birnen und Kirschen. Die nährstoffreichen Schwemmlandböden des Deltas bilden eine ideale Grundlage für diese Anbauform.
Die Linge
Die Linge (Fluss). Mit einer Länge von 108 Kilometern ist die Linge der längste Fluss, der vollständig in den Niederlanden fließt. Von Ost nach West durchfließt er die Region Betuwe von Doorenburg bis Gorinchem. Motorisierte Schifffahrt ist nicht erlaubt, es seid denn, die Waterschap Rivierenland (NL-Wasserschutzbehörde) erteilt eine Genehmigung auf Basis der Binnenschifffahrt-Polizei-Regel. Im Falle einer Genehmigung ist motorisierte Schifffahrt von Geldermalsen bis zum Kanal van Steenenhoek erlaubt.
Dordrecht
Altstadt von Dordrecht. Dordrecht, die älteste Stadt der Niederlande, spielte bis zur Nacht vom 18. auf den 19. November 1421 eine wichtige Rolle für das Land. In jener Nacht wurden durch eine Sturmflut jedoch die seewärtigen Stadtbefestigungen zerstört. In der Flut ertranken bis zu 100.000 Menschen. Das damals überflutete Gebiet liegt bis heute zu großen Teilen unter Wasser. Diese Naturkatastrophe beendete gleichzeitig die Vormachstellung der Stadt in den Niederlanden. Noch heute sind auf den Fenstern der Kathedrale Szenen der Sturmflut zu sehen.
Burg Loevestein
Burg Loevestein. An dem strategisch wichtigen Zusammenfluss von Maas und Waal wurde 1368 die mittelalterliche Burg Loevestein errichtet. Nahe Gorinchem gelegen diente sie als Zollstation für den Schiffsverkehr auf den beiden Flüssen. Außerdem wurde sie als Staatsgefängnis genutzt. Heute beherbergt sie ein interessantes Mittelaltermuseum.
Biesbosch Nationalpark
Biesbosch Nationalpark. Der Biesbosch Nationalpark liegt in einer Brackwasserzone, wo sich Süß- und Salzwasser mischen. Im Bereich der Mündung von Rhein und Maas in die Nordsee, von Dordrecht aus leicht mit dem Rad zu erreichen, bietet Biesbosch zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Ausgedehnte Rietflächen, Wiesen, weidenbewachsene Inseln und sumpfige Wälder wie sie vor langer Zeit im Westen der Niederlande üblich waren. Alle diese Landschaftsformen stehen in Biesbosch seit 1994 in einem der größten niederländischen Nationalparke unter Schutz.
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Luftwaffenmuseum Arnheim
Luftwaffenmuseum Arnheim. Im Luftwaffenmuseum Arnheim wird die Operation „Garden Market“ der alliierten Truppen während des zweiten Weltkriegs dargestellt. Am 17. September 1944 versuchten Tausende britische Fallschirmjäger von der Stadt Ede aus die Brücken über den Rhein und andere niederländische Flüsse unter ihre Kontrolle zu bringen. Damit wäre der Weg in das wirtschaftliche Herz des Dritten Reiches, das Ruhrgebiet, und darüber hinaus frei gewesen. Doch die Operation scheiterte. Die Alliierten erreichten die Brücke von Arnheim nicht und der Krieg verlängerte sich um Monate.
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Burg Loevestein
Burg Loevestein. An dem strategisch wichtigen Zusammenfluss von Maas und Waal wurde 1368 die mittelalterliche Burg Loevestein errichtet. Nahe Gorinchem gelegen diente sie als Zollstation für den Schiffsverkehr auf den beiden Flüssen. Außerdem wurde sie als Staatsgefängnis genutzt. Heute beherbergt sie ein interessantes Mittelaltermuseum.
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Euromast und Spacetower Rotterdam
Euromast und Spacetower Rotterdam. Die Spitze fast in den Wolken ragt das höchste öffentlich zugängliche Gebäude der Niederlande mit 185 Metern in den Himmel. Besucher können dort oben das 360° Panorama und viele andere Attraktionen genießen. Adrenalinabhängige Zeitgenossen betätigen sich beim Bungee Jumping oder auf einer fast 100 km/h schnellen Seilrutsche. Für alle, denen Entspannung wichtiger ist als Nervenkitzel, empfiehlt sich ein Besuch des Panorama-Restaurants in 96 Metern Höhe.
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Dordrecht
Altstadt von Dordrecht. Dordrecht, die älteste Stadt der Niederlande, spielte bis zur Nacht vom 18. auf den 19. November 1421 eine wichtige Rolle für das Land. In jener Nacht wurden durch eine Sturmflut jedoch die seewärtigen Stadtbefestigungen zerstört. In der Flut ertranken bis zu 100.000 Menschen. Das damals überflutete Gebiet liegt bis heute zu großen Teilen unter Wasser. Diese Naturkatastrophe beendete gleichzeitig die Vormachstellung der Stadt in den Niederlanden. Noch heute sind auf den Fenstern der Kathedrale Szenen der Sturmflut zu sehen.
Etappen
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Von der Rheinquelle zum Bodensee
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Vom Bodensee am Rheinfall vorbei nach Basel
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Von Basel durch das Elsass und die Weinbauregion Breisgau nach Karlsruhe
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Von Karlsruhe an Weinbergen vorbei nach Bingen
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Von Bingen am romantischen Rhein entlang nach Köln
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Von Köln an der größten Industriemetropole Europas vorbei nach Arnheim
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Von Arnheim durch das Rheindelta an die Nordsee





