Von Basel durch das Elsass und die Weinbauregion Breisgau nach Karlsruhe
Von der Schweizer Grenze kommend bildet der Rhein den Grenzfluss zwischen Frankreich und Deutschland, dem Elsass und Baden-Württemberg, den Vogesen und dem Schwarzwald. Die EuroVelo-Route 15 folgt hier dem Verlauf des Stromes auf beiden Seiten über fast 200 Kilometer. Entlang des Weges liegen zahlreiche Naturschutzgebiete, Wasserkraftwerke, pittoreske elsässischen Dörfern und die europäische Metropole Straßburg, bevor mit Karlsruhe das Etappenziel dieses Abschnittes erreicht wird.
Hinter Artzenheim ist die Route stark ländlich geprägt und ein kleiner Abstecher in die reizvollen elsässischen Städte Mulhouse und Colmar bietet sich an, da zahlreiche Verbindungsrouten für Radfahrer existieren.
Die Route führt hier vorbei an zahlreichen kleinen Herrenhäusern und charakteristischen Kirchen, bevor mit Staßburg eine wahrhaft europäische Metropole erreicht wird. Dank ihrer zahlreichen historischen Bauwerke, von denen etliche zum UNESCO-Welterbe gehören, lohnt sich eine Unterbrechung der Tour hier ganz besonders. Aus der Stadt heraus geht es weiter über einen eindrucksvollen Hochwasserschutzdeich nach La Wantzenau, das für seine herausragende Gastronomie berühmt ist. Bald darauf können Radfahrer die imposante Fischtreppe bei Gambsheim bestaunen, bevor es durch Auenwälder und Naturschutzbereiche weitergeht. Hinter Sessenheim, das als zeitweiser Wohnort Goethes berühmt wurde, wird mit der kleinen Stadt Lauterburg die Grenze des Elsass zur Pfalz erreicht. Auf deutscher Seite verläuft die EuroVelo-Route 15 von Basel an durch das Markgräfler Land, eine bekannte Weinbauregion, die wärmste und sonnigste Gegend Deutschlands. Auf flachen Strecken entlang des Rheins führt die Route durch Breisach, auch das nicht weit entfernte Freiburg ist einen Ausflug wert. In dem von barocken Bauwerken geprägten Rastatt, die auf die Zeit des Markgrafen Ludwig-Wilhelm von Baden zurückgehen sind darüber hinaus die Reste der Stadtbefestigung aus der Zeit der badischen Revolution sehenswert.
Am Ende dieses Abschnittes wartet mit Karlsruhe noch einmal eine ganz besondere Stadt. Erst 1715 als barocke Planstadt mitten in einem damaligen Waldgebiet gegründet, ist die Stadt auch heute noch von dem idealtypischen Stadtbild geprägt. Das zentral gelegene Schloss des Markgrafen Karl-Wilhelm von Baden-Durlach ist auch heute noch erkennbarer Mittelpunkt der Stadt. Zur Freude aller Radfahrer wurde in Karlsruhe im Jahre 1785 Karl Freiherr von Drais geboren, der als Erfinder der „Draisine“, des direkten Vorläufers des modernen Fahrrades gilt.
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200
km -
883 Km
zwischen der Rheinmündung
und Basel -
1233 Km
Länge des
Rheins
Binnenschifffahrtsmuseum Offendorf
Auf einem restaurierten Freycinet-Péniche, einem genormten Lastkahn für die französische Kanal-Binnenschifffahrt, stellt das Museum die Entwicklung der Flussschifffahrt im Elsass und insbesondere in Offendorf dar. Offendorf war im 20. Jahrhundert der Ort mit den meisten Binnenschiffern im Osten Frankreichs.
Fischtreppe bei Gambsheim
Staustufe, Schleuse und Fischtreppe bei Gambsheim. Um die Anforderungen der Schifffahrt, Landwirtschaft und Energieversorgung besser erfüllen zu können, wurden zahlreiche Staustufen und andere hydraulische Bauwerke am Rhein errichtet. Oft sind diese jedoch unüberwindbare Hindernisse für Fische auf dem Weg in ihre Laichgewässer. Um den Zugang zu den Laichgründen wieder zu ermöglichen, wurde 1997 ein Abkommen zwischen Deutschland und Frankreich zum Bau von Fischtreppen in Iffezheim und Gambsheim unterzeichnet. Die seit 2006 in Betrieb befindliche Fischtreppe bei Gambsheim ist die größte in Europa. In einem Beobachtungsraum kann man Lachse, Aale, Forellen und Flussheringe auf ihrem Weg flussaufwärts begleiten.
Naturschutzgebiet Offendorfer Wald
Auf einer alten vom Rhein angeschwemmten Kiesbank befindet sich mit einer Fläche von 60 Hektar der Offendorfer Auenwald. Das seit 1977 nicht mehr natürlich überschwemmte Gebiet wird heutzutage zu Beginn des Sommers geflutet, um die nährstoffreichen Sedimente des Rheins auch weiterhin in dieses Biotop einbringen zu können. Riesige Bäume, Schilf- und Riedflächen und eine hohe Vielfalt verschiedener Wasservögel existieren in diesem elsässischen Dschungel.
Straßburg
Auf einer Halbinsel zwischen zwei Armen des Flusses Ill, der “Grand Ile” (Große Insel) liegt das historische Zentrum der elsässischen Hauptstadt. 1988 wurde die Stadt mit ihren zahlreichen historischen Gebäuden, die weit in das Mittelalter zurückreichen, zu den UNESCO-Welterbestätten hinzugefügt. Besonders das Straßburger Münster, die vier historischen Kirchen, das Haus Kammerzell, das Palais Rohan als ehemaliger Kardinalssitz und die Gedeckten Brücken sind hervorzuheben.
Europastadt Straßburg
Straßburg kann zu Recht als europäische Hauptstadt bezeichnet werden. Nicht nur die Vielzahl der ansässigen europäischen Institutionen, sondern auch seine symbolhafte Rolle bei der Aussöhnung zwischen Franzosen und Deutschen und im europäischen Einigungsprozess untermauert dies. Mit dem Hauptsitz des Europäischen Parlaments, dem Europarat und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte steht Straßburg in einer Reihe mit Genf und New York als Standort hochrangiger internationaler Institutionen ohne nationale Hauptstadt zu sein.
Tomi-Ungerer-Museum
Der 1931 in Straßburg geborene Tomi Ungerer gilt als einer der besten Illustratoren der letzten 50 Jahre. Seine Bücher für Erwachsene und Kinder, darunter das berühmte „Die drei Räuber“ sind weltbekannt. Das Museum in der Greiner Villa zeigt auf über 700 m² mehr als 11.000 Zeichnungen, die der Künstler seiner Heimatstadt überlassen hat. Es ist das erste öffentliche Museum Frankreichs, das einem lebenden Künstler gewidmet ist.
Zentralkommission für die Rheinschifffahrt
Die älteste internationale Organisation der Welt ist die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt in Straßburg. Bereits 1920 gegründet koordiniert sie alle Fragen rund um die Rheinschifffahrt zwischen ihren fünf Mitgliedsstaaten: Frankreich, Deutschland, Schweiz, Belgien und die Niederlande. Ihre Aufgabe ist es, die Schifffahrt auf dem Rhein und in Europa zu unterstützen und für die Sicherheit des Schiffsverkehrs zu sorgen. Leider kann die Kommission nicht besichtigt werden.
Passerelle des deux Rives
Im Zuge der ersten grenzüberschreitenden Gartenschau im Jahr 2004 haben Kehl und Straßburg das französische und deutsche Rheinufer durch die Passerelle – eine Brücke, die Fahrradfahrern und Fußgängern vorbehalten ist – miteinander verbunden.
Europa-Park Rust
In Deutschlands größtem Freizeitpark gibt es viel zu entdecken: Auf einer Fläche von 90 Hektar erwarten abenteuerlustige Gäste nicht nur über 100 Attraktionen und internationale Showprogramme, sondern auch 13 europäische Themenbereiche mit typischer Architektur, Vegetation und Gastronomie.
Karlsruher Schloss
Karlsruhes Stadtgrundriss wird geprägt durch das Schloss, auf das alle Straßen fächerartig zulaufen. Nicht nur die Sonderausstellungen des dort beheimateten Landesmuseums sind sehenswert, auch Technikgeschichte hat Karlsruhe zu bieten – immerhin erfand der Karlsruher Karl Freiherr von Drais im Jahr 1817 den Vorläufer des Fahrrades.
Naturreservat Insel Rhinau
Das Naturreservat Insel Rhinau ist das eindrucksvollste Auenwaldgebiet im gesamten Elsass. Hier gedeihen vielfältige Arten auf dem, was der Fluss mit seinem Hochwasser angeschwemmt hat. Durch die direkte Verbindung mit dem Rhein werden die Auengebiete regelmäßig rund ums Jahr überflutet, wodurch das Feuchtgebiet erhalten bleibt. Eine Vielfalt an charakteristischen, an ihre biologische Nische perfekt angepassten Pflanzen- und Tierarten lebt hier auf kleinstem Raum unter verschiedenartigsten Bedingungen zusammen.
Sauerkraut
Sauerkraut mit geräuchertem Schweinebauch, Frankfurter Würstchen und Kartoffeln ist vermutlich die bekannteste Elsässer Speise und in Frankreich eines der beliebtesten traditionellen Gerichte. Fein geschnittener, eingelegter Weißkohl, in Weißwein mit Kartoffeln gekocht, dazu Würstchen aus Montbéliard und Straßburg, durchwachsener Speck, geräucherter Schweinebauch und –schulter, dies alles gewürzt mit Wacholderbeeren und Nelken. Sauerkraut ist die ideale Speise, um einen hungrigen Radfahrermagen zu füllen.
Maginot-Linien-Museum Marckolsheim
Zwischen den beiden Weltkriegen als Verteidigungslinie zwischen Frankreich und Deutschland erbaut, durchzieht die Maginot-Linie das gesamte Elsass von der Grenze des Departements Mosel bis zur Schweizer Grenze auf 200 Kilometern Länge. Das in einem Blockhaus in Marckolsheim eingerichtete Museum erinnert an die furchtbaren Kämpfe vom 15. bis 17. Juni 1940, in denen 80% von Marckolsheim zerstört wurden. Das Museum wurde dem Kriegsszenario im Jahre 1940 nachempfunden: Schießstand, Stromgenerator, Schlafräume, Einsatzzentrale, Trinkwasserbrunnen usw. Zeitgenössische Waffen, wie Panzerfäuste, Maschinengewehre und Mörser sind zu besichtigen.
Weinbauregion Baden
Baden ist eine der beiden großen Weinbauregionen in Deutschlands Süden. Die Region ist in mehrere Teilgebiete unterteilt. Dazu zählen die Ortenau, Deutschlands südlichste Riesling-Region, der Kaiserstuhl und das Markgräfler Land.
Vauban-Festungsanlage Neuf-Brisach
Ab dem Jahr 1699 erbaute Vauban auf Geheiß Ludwig des XIV. die in ganz Europa einzigartigen Festungsanlagen von Neuf-Brisach. Dadurch wurde der Ort zur neuen Trutzburg in der elsässischen Tiefebene, nachdem das auf der anderen Rheinseite gelegene Breisach 1697 verloren gegangen war. Die achteckige Stadtanlage, die durch sternenförmig angelegte Bastionen gesichert wurde, ist eines der Prunkstücke im Gesamtwerk Vaubans. Von der EuroVelo-Route 15 aus ist der Wassergraben der Befestigung bei Niffer im Departement Haut-Rhin sichtbar.
Naturschutzgebiet Sauerdelta
Das Naturschutzzentrum Sauerdelta liegt 100 Meter entfernt vom Rhein. Es markiert den Zugang in das größte Naturreservat der elsässischen Tiefebene, das Seltz Munchhausen Reservat, besser bekannt als Sauerdelta Naturschutzgebiet. An der Mündung des 70 Kilometer langen Flusses Sauer, der in der Pfalz entspringt, beherbergt das Naturschutzgebiet eine Artenzusammensetzung, die typisch für feuchte Schwemmlandebenen ist. Dschungelähnliche Waldgebiete und eine unglaubliche Anzahl an Vögeln können hier bestaunt werden.
Vitra-Design-Museum Weil am Rhein
Das Vitra Design Museum gehört zu den weltweit führenden Museen für Design. Der US-amerikanische Architekt Frank O. Gehry formte mit dem Vitra Design Museum in Weil am Rhein einen expressiven Mix aus Türmen, Rampen und Kuben.
Dreiländerbrücke
Mitten im Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Schweiz, liegt Weil am Rhein. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt das Vitra Design Museum. In Weil am Rhein führt die Dreiländerbrücke über den Fluss – und mit ihr der Rheinradweg. Hier kann man in Minuten drei Länder mit dem Rad erreichen.
Residenzschloss Rastatt
Der Barock prägt die Residenzstadt Rastatt. Das von Markgraf Ludwig Wilhelm und Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden erbaute Residenzschloss wurde nach dem französischen Vorbild Versailles errichtet. Auch Schloss Favorite in Rastatt-Förch ist sehenswert.
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Zentralkommission für die Rheinschifffahrt
Die älteste internationale Organisation der Welt ist die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt in Straßburg. Bereits 1920 gegründet koordiniert sie alle Fragen rund um die Rheinschifffahrt zwischen ihren fünf Mitgliedsstaaten: Frankreich, Deutschland, Schweiz, Belgien und die Niederlande. Ihre Aufgabe ist es, die Schifffahrt auf dem Rhein und in Europa zu unterstützen und für die Sicherheit des Schiffsverkehrs zu sorgen. Leider kann die Kommission nicht besichtigt werden.
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Straßburg
Auf einer Halbinsel zwischen zwei Armen des Flusses Ill, der “Grand Ile” (Große Insel) liegt das historische Zentrum der elsässischen Hauptstadt. 1988 wurde die Stadt mit ihren zahlreichen historischen Gebäuden, die weit in das Mittelalter zurückreichen, zu den UNESCO-Welterbestätten hinzugefügt. Besonders das Straßburger Münster, die vier historischen Kirchen, das Haus Kammerzell, das Palais Rohan als ehemaliger Kardinalssitz und die Gedeckten Brücken sind hervorzuheben.
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Naturschutzgebiet Offendorfer Wald
Auf einer alten vom Rhein angeschwemmten Kiesbank befindet sich mit einer Fläche von 60 Hektar der Offendorfer Auenwald. Das seit 1977 nicht mehr natürlich überschwemmte Gebiet wird heutzutage zu Beginn des Sommers geflutet, um die nährstoffreichen Sedimente des Rheins auch weiterhin in dieses Biotop einbringen zu können. Riesige Bäume, Schilf- und Riedflächen und eine hohe Vielfalt verschiedener Wasservögel existieren in diesem elsässischen Dschungel.
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Residenzschloss Rastatt
Der Barock prägt die Residenzstadt Rastatt. Das von Markgraf Ludwig Wilhelm und Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden erbaute Residenzschloss wurde nach dem französischen Vorbild Versailles errichtet. Auch Schloss Favorite in Rastatt-Förch ist sehenswert.
Länder
Etappen
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Von der Rheinquelle zum Bodensee
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Vom Bodensee am Rheinfall vorbei nach Basel
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Von Basel durch das Elsass und die Weinbauregion Breisgau nach Karlsruhe
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Von Karlsruhe an Weinbergen vorbei nach Bingen
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Von Bingen am romantischen Rhein entlang nach Köln
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Von Köln an der größten Industriemetropole Europas vorbei nach Arnheim
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Von Arnheim durch das Rheindelta an die Nordsee





