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Von Karlsruhe an Weinbergen vorbei nach Bingen

Der Rheinradweg führt seine radelnden Gäste durch einige der schönsten Natur- und Kulturlandschaften Europas. Der Oberrheingraben, im Osten flankiert vom Schwarzwald, dem Kraichgau und dem Odenwald, im Westen von den Vogesen, dem Pfälzerwald und dem Rheinhessischen Bergland.

Durch ursprüngliche Dörfer und berühmte Weinlagen verbindet die EuroVelo-Route 15 malerische Anblicke mit kulturellen und gastronomischen Höhepunkten. Auf dem rechten Rheinufer verläuft die EuroVelo-Route 15 hinter Mannheim, mit seinem Wahrzeichen, dem durch Jugendstilelemente geprägten Wasserturm, weiter nach Hessen. (+)

Unweit der hessischen Bergstraße folgt die Route nun dem Rhein durch das fruchtbare Schwemmland des hessischen Rieds und streift die Naturschutzgebiete Knoblochsaue und Kühkopf mit ihren erhaltenswerten Auenbereichen.

Zwischen Wiesbaden und Rüdesheim wird die vom Weinbau geprägte Kulturlandschaft des Rheingaus erlebbar, immer wieder untermalt von zahlreichen Schlössern und Klöstern. Von den Weinbergen herab kann man fantastische Ausblicke auf den Rhein genießen. Das Schloss Biebrich, eine ehemalige Residenz der Grafen von Nassau, ist ein besonderes Highlight an diesem Abschnitt. Strausswirtschaften und Weingüter bieten den Radfahrern zahlreiche Gelegenheiten für eine Erfrischung und den Genuss regionaler Spezialitäten. Ein Bindeglied zwischen diesen kulinarischen Aspekten der Route, aber auch ein Zeugnis der wirtschaftlichen Bedeutung des Weinbaus am Rhein sind die historischen hölzernen Rheinkräne, wie sie zum Beispiel in Oestrich-Winkel noch erhalten sind. Folgt man aus dem Elsass kommend weiter dem linken Rheinufer öffnet sich die Landschaft in die Rheinebene der Pfalz. Zahlreiche inzwischen vom Fluss abgeschnittene Altrheinarme prägen das Landschaftsbild und bieten Rückzugsmöglichkeiten für die vielfältige und einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Auch der Haardt und das Wasgau sind für ihre Artenvielfalt berühmt.

Mit dem Dom zu Speyer, der bereits 1982 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde und weltberühmt ist, erreicht die Route einen ihrer absoluten Höhepunkte. In Worms, das zu den ältesten Deutschlands gehört, wird die hochmittelalterliche Nibelungensage, deren Ursprünge bis in das Zeitalter der germanischen Völkerwanderung zurückreichen an vielen Stellen erlebbar. Dieses für die deutsche Literatur und Identitätsbildung prägende Heldenepos ist an vielen Orten in der Stadt greifbar und wird Gästen anschaulich nähergebracht. Die Route verläuft nun von Landwirtschaft und Weinbau geprägt weiter nach Mainz, wo man einen Altstadtbummel problemlos mit einer Schiffstour auf dem Rhein kombinieren kann.

 

  • 160
    km
  • 190 Millionen Tonnen
    Durchschnittliche Transportleistung
    auf dem Rhein
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  • Schloss Biebrich

    Ein prachtvoller dreiflügeliger Barockbau, 1700-1750 direkt am Rheinufer erbaut, war Residenz der Fürsten und späteren Herzöge von Nassau. Die Rotunde und Galerien dienen heute als Repräsentationsräume für den hessischen Ministerpräsidenten.

  • Dom zu Speyer

    Der Speyerer Dom ist die größte erhaltene romanische Kirche Europas. Als Grabstätte salischer, staufischer und habsburgischer Herrscher ist der Dom ein bedeutendes Symbol des mittelalterlichen deutschen Kaisertums. Er wurde 1981 als zweites deutsches Kulturdenkmal ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

  • Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

    Reiss-Engelhorn-Museen. Mit international renommierten Ausstellungen, wie „Die Staufer und Italien“, "Alexander der Große und die Öffnung der Welt", „Pompeji“ und weitere haben sich die vier Häuser der Reiss-Engelhorn-Museen einen Namen gemacht. Im Herzen Mannheims ist ein eigenes, vielbeachtetes Museumsviertel entstanden.

  • Kurfürstliche Burg Eltville

    Die Kurfürstliche Burg Eltville ist das Wahrzeichen der Stadt. Mit der Gutenberg-Gedenkstätte und einer historischen Sammlung zu dem Thema Druckkunst lockt die bereits im Jahr 1330 begonnene Burg genauso ihre Besucher wie als Austragungsort zahlreicher kultureller Veranstaltungen.

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