Von der Rheinquelle zum Bodensee
In einem kleinen, schimmernden See auf 2345 m Meereshöhe umgeben von den majestätischen Gipfeln des Gotthard-Massivs liegt die Quelle des Rheins. Der Gebirgsbach ergießt sich dann durch unzählige kleine Wasserfälle hinab vom Tomasee, vereinigt sich mit anderen Bächen und Flüssen und wird ungleich größer und mächtiger auf seinen 1233 Kilometern durch die Schweiz, Frankreich und Deutschland zu seiner Mündung in den Niederlanden.
Hinter Chur, der ältesten schweizerischen Stadt mit ihren unzähligen mittelalterlichen Gassen, öffnet sich das Tal erstmals etwas und die EuroVelo 15 führt durch die “Bündner Herrschaft”, heute eine von Tourismus und Weinbau geprägte Grenzregion zum Fürstentum Liechtenstein.
Am Ende dieses Abschnitts wartet das größte Süßwasserdelta Europas, das sich in den Bodensee – bekanntlich „das Herz und die Seele Europas“ - hinein ergießt. Die Landschaft rund um den grün und silbern schimmernden See beherbergt ein reichhaltiges Naturerbe. Auch wenn es an einigen Abschnitten des Seeufers sehr geschäftig zugeht, so bieten sich doch immer wieder idyllische Momente, wenn die Radreisenden eines der zahlreichen Schlösser oder einen besonderen Garten passieren.
Konstanz, am westlichen Seeufer gelegen, bietet als altes Handels- und Wirtschaftszentrum zahlreiche Gelegenheiten zur Erholung und Entspannung. Die Universitätsstadt hat sich dabei ihre traditionelle Bedeutung für die gesamte Bodenseeregion bis heute erhalten. Dieser Abschnitt der EuroVelo-Route 15 ist sicherlich der konditionell anspruchsvollste. Mit der Kletterpartie auf den 2046 m hohen Oberalppass hinauf ist aber schon das Schlimmste überstanden. Hinunter nach Disentis / Muster und weiter rheinabwärts wird die Route schon bald zum „echten“ Flussradweg.
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230
Km -
1436 m
Höhe des Startortes
der EuroVelo route 15 -
2044 m
Höchster Punkt der Route am
schweizerischen Oberalppass
Stiftsbezirk Sankt Gallen
Stiftsbezirk Sankt Gallen. Einige Kilometer südlich des Rheins gelegen befindet sich das ehemalige Kloster Sankt Gallen. Nach Gründung der Stadt im Jahr 612 wurde das erste Benediktinerkloster an diesem Ort um 719 herum gegründet. Als zweitältestes Kloster der Schweiz und eines der größten Benediktinerklöster Europas war es über zwölf Jahrhunderte hinweg kulturell prägend. Besonders hervorzuheben sind die spätbarocke Stiftskirche und die 160.000 Bände umfassende Bibliothek aus der Barockzeit mit einem Rokoko-Innenausbau. In dieser Bibliothek sind auch 2.200 Codices bewahrt. Von diesen wertvollen Handschriften sind 500 mehr als tausend Jahre alt. Damit beherbergt die Bibliothek eine der vollständigsten mittelalterlichen Sammlungen des deutschen Sprachraums.
Konstanz
Mit seinem historischen Ortskern liegt Konstanz am südwestlichen Ufer des Bodensees. Die 80.000 Einwohner zählende Stadt ist berühmt für ihre idyllische Lage und ihr Flair. Im Konzilsgebäude wurde im Jahre 1417 die einzige Papstwahl nördlich der Alpen abgehalten. In den Jahren 1414 bis 1418 wurde hier das Konzil von Konstanz abgehalten, das als ein Resultat die Beendigung des abendländischen Schismas und die Bestätigung von Rom als Sitz des Papstes hatte. Die Zeit der Gegenpäpste wurde dadurch beendet.
Stadt und Schloss Werdenberg
Werdenberg liegt am Ufer eines kleinen Sees und bezeichnet sich mit seinen ca. 60 Einwohnern selbst als die kleinste Stadt der Schweiz. Die sehr gut erhaltenen mittelalterlichen Häuser und das Schloss, in dem sich auch ein kleines Museum befindet, machen den Reiz des Städtchens aus.
Schloss Sargans
Schloss Sargans. Von nah und fern sichtbar am Fusse des 1380 Meter hohen Gonzen liegt die Burg Sargans am Zusammenfluss von Seez und Rhein. Auf einem Hügel über dem Tal erbaut, schweift der Blick hinunter von der Burg über das gesamte Umland. In der Burg befindet sich ein regionales, historisches Museum, in dem auf den sechs Etagen des Burgturmes verschiedene Themen präsentiert werden: Die regionale Geschichte des Handels, des Bergbaus am Gonzen, der Ackerbaukultur und die industrielle Entwicklung in der Region rund um Sargans.
Regionale Spezialitäten: Capuns.
Capuns sind in Mangoldblätter gewickelte Päckchen aus Spätzleteig, der mit Kräutern und in kleine Stücke geschnittenem Salsiz oder Bündnerfleisch angereichert ist. Capuns werden in Milchwasser gekocht und je nach Rezept mit Bergkäse überbacken.
Altstadt Chur
Historische Altstadt Chur. Als Hauptstadt des Kantons Graubünden wird Chur allgemein als älteste Stadt der Schweiz angesehen. Seit ihrer Gründung im fünften Jahrhundert unter dem Namen “Curia Rhaetorum” war die Stadt das religiöse und weltliche Zentrum der Region. Radreisende an der EuroVelo-Route 15 sollten unbedingt in Chur einen Stopp einlegen, um die schmalen mittelalterlichen Gassen, blumengeschmückten Springbrunnen, belebten kleinen Plätze und die kulinarische Vielfalt der vielen Restaurants zu entdecken. Durch die Rhätische Bahn, die zum UNESCO Welterbe gehört, ist die Stadt an die Linien des Bernina- und Glacier-Express angebunden.
Bündner Kunstmuseum Chur
Bündner Kunstmuseum in Chur. Das Bündner Kunstmuseum ist in der Villa Planta ansässig, die in den Jahren 1874 und 1875 nach Plänen von Johannes Ludwig erbaut wurde. Es präsentiert zahlreiche Bilder und Skulpturen des 18. bis 20. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf Werken von Graubündner Künstlern wie Alberto Giacometti, Giovanni Segantini und Ernst Ludwig Kirchner.
Versamer Tobelbrücke
Die wilde und stark von Erosion geprägte Landschaft des Versamer Tobels, stromaufwärts von Bonaduz, ist nur schwer zu passieren. Dennoch wurde in den 1880er Jahren damit begonnen, eine Gebirgsstraße zu bauen, die in nahezu unzähligen Serpentinen und durch zahlreiche Tunnel das Tal hinauf führt. Sie ist eine der spektakulärsten Alpenstraßen. Eine 1897 erbaute Stahlbrücke mit einer atemberaubenden Konstruktion führt dort an einer Engstelle in 70 Metern Höhe über die Rabiusa, einen Nebenfluss des Rheins.
Ruinaulta
Die Ruinaulta (Rheinschlucht) entstand nach dem Flimser Bergsturz vor beinahe 10.000 Jahren. Damals brachen zwischen dem Flimserstein und dem Piz Grisch über 10.000 Millionen Kubikmeter Fels ab und begruben das Vorderrheintal unter einer mehrere hundert Meter dicken Schuttmasse. Im Laufe der Zeit schnitt sich der aufgestaute Fluss tief in die Bergsturzmassen ein. Zurück blieb die Ruinaulta mit ihren steilen Kalksteinklippen und imposanten Felsformationen, die zu Fuß und mit dem Rad zugänglich sind.
Rhäzüns
Rhäzüns. Flussaufwärts von Chur gelegen, prägt das durch den Fluss abgelagerte Material im Bereich zwischen Rothenbrunnen und Reichenau einen der letzten natürlichen Flussabschnitte am Alpenrhein. Bestand hat in diesem Flussabschnitt nur der stetige Wandel. Je nach Laune von Hochwasserphasen und Trockenperioden verändert sich die Landschaft hier jedes Jahr. Schwemmaterial wird abgelagert oder weiter transportiert, neue Inseln und Flussschleifen entstehen und schaffen so permanent vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
Kloster Disentis
Kloster Disentis. Im Jahre 720 vom Mönch Sigisbert gegründet entwickelte sich Disentis schnell zu einem Zentrum der Region Surselva, der es später seinen Namen gab. Das Benediktinerkloster Disentis mit seinen beiden kuppelförmigen Glockentürmen ist in jedem Fall einen Abstecher von der EuroVelo-Route 15 wert. Nicht weniger als 14 Kirchen und Kapellen aus verschiedensten architektonischen Epochen rund um eines der ältesten europäischen Klöster unterstreichen die Bedeutung der Religion in dieser Region. Auch mit dem Glacier Express von St. Moritz nach Andermatt kann Disentis erreicht werden.
Tomasee
Tomasee. In einer Höhe von 2435 Metern am Fusse des Piz Baduz im Kanton Graubünden gelegen befindet sich der Tomasee. Er wird allgemein als Quelle des Rheins betrachtet. Der etwa 25 Hektar große See ist vom Oberalppass aus in einer ca. einstündigen Wanderung erreichbar. Hier ist die einzige Stelle am gesamten Rhein, an der man den noch jungen Fluss in einem Schritt überqueren kann. Am Tomasee beginnt die 1320 Kilometer lange Reise des Flusses in die Nordsee durch vier europäische Länder.
Bodensee
Bodensee. Im äußersten Süden Deutschlands gelegen verbindet der Bodensee als drittgrößter europäischer See Deutschland mit seinen Nachbarländern Österreich und Schweiz. Als eiszeitlicher Zungenbeckensee durch den Rheingletscher entstanden, lockt der Bodensee heute mit seinem milden Klima, grünen, lieblichen Tälern und seiner abwechslungsreichen Landschaft. Es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten den See mit Fähren und Ausflugsschiffen zu entdecken. Obersee und Untersee werden durch den See-Rhein miteinander verbunden.
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Schloss Sargans
Schloss Sargans. Von nah und fern sichtbar am Fusse des 1380 Meter hohen Gonzen liegt die Burg Sargans am Zusammenfluss von Seez und Rhein. Auf einem Hügel über dem Tal erbaut, schweift der Blick hinunter von der Burg über das gesamte Umland. In der Burg befindet sich ein regionales, historisches Museum, in dem auf den sechs Etagen des Burgturmes verschiedene Themen präsentiert werden: Die regionale Geschichte des Handels, des Bergbaus am Gonzen, der Ackerbaukultur und die industrielle Entwicklung in der Region rund um Sargans.
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Kloster Disentis
Kloster Disentis. Im Jahre 720 vom Mönch Sigisbert gegründet entwickelte sich Disentis schnell zu einem Zentrum der Region Surselva, der es später seinen Namen gab. Das Benediktinerkloster Disentis mit seinen beiden kuppelförmigen Glockentürmen ist in jedem Fall einen Abstecher von der EuroVelo-Route 15 wert. Nicht weniger als 14 Kirchen und Kapellen aus verschiedensten architektonischen Epochen rund um eines der ältesten europäischen Klöster unterstreichen die Bedeutung der Religion in dieser Region. Auch mit dem Glacier Express von St. Moritz nach Andermatt kann Disentis erreicht werden.
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Versamer Tobelbrücke
Die wilde und stark von Erosion geprägte Landschaft des Versamer Tobels, stromaufwärts von Bonaduz, ist nur schwer zu passieren. Dennoch wurde in den 1880er Jahren damit begonnen, eine Gebirgsstraße zu bauen, die in nahezu unzähligen Serpentinen und durch zahlreiche Tunnel das Tal hinauf führt. Sie ist eine der spektakulärsten Alpenstraßen. Eine 1897 erbaute Stahlbrücke mit einer atemberaubenden Konstruktion führt dort an einer Engstelle in 70 Metern Höhe über die Rabiusa, einen Nebenfluss des Rheins.
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Regionale Spezialitäten: Capuns.
Capuns sind in Mangoldblätter gewickelte Päckchen aus Spätzleteig, der mit Kräutern und in kleine Stücke geschnittenem Salsiz oder Bündnerfleisch angereichert ist. Capuns werden in Milchwasser gekocht und je nach Rezept mit Bergkäse überbacken.
Länder
Etappen
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Von der Rheinquelle zum Bodensee
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Vom Bodensee am Rheinfall vorbei nach Basel
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Von Basel durch das Elsass und die Weinbauregion Breisgau nach Karlsruhe
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Von Karlsruhe an Weinbergen vorbei nach Bingen
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Von Bingen am romantischen Rhein entlang nach Köln
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Von Köln an der größten Industriemetropole Europas vorbei nach Arnheim
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Von Arnheim durch das Rheindelta an die Nordsee





